Bodenleger
Stuttgart.
Parkett, Vinyl, Laminat und keramische Beläge auf Bestand und Neubau. Sieben-Schritte-Untergrundprüfung vor jedem Boden, dokumentiert. Wir verlegen schwimmend, geklebt oder im Klick-System, je nach Belag und Untergrund.
Was uns auszeichnet.
CM-Messung Standard
Belegreife per Calciumcarbid-Methode (CM-Gerät), nicht per Elektronik. Elektronik liefert nur Indikatorwerte und genügt für Klick-Vinyl nicht.
Sieben-Schritte-Protokoll
Belegreife, Ebenheit, Festigkeit, Risse, Reinigung, Spachtelung, Klima. Jede Verlegung läuft nach diesem Plan, dokumentiert mit Fotos.
Materialauswahl
Wir beschaffen in der Regel zu Großhandelskonditionen oder verarbeiten auf Wunsch beigestelltes Material. Bei beigestelltem Material prüfen wir Charge und Verlegeempfehlung des Herstellers.
Was wir verlegen
Wir arbeiten an drei Belagfamilien mit jeweils eigener Vorgehensweise.
Parkett
- 2-Schicht-Parkett, vollflächig geklebt mit 2K-PU-Kleber auf gespachtelten Bestandsestrichen. Ebenheit nach DIN 18202 Tabelle 3 Zeile 4 (≤ 4 mm/m).
- Massivparkett und Stabparkett, vollflächig geklebt, anschließend geschliffen und versiegelt oder geölt. Im Altbau meist mit Vorab-Spachtelung des Bestandsestrichs.
- Schwimmende Verlegung nur bei Klick-Parkett mit Trittschalldämmung. Bei Großformat-Parkett oder hochwertigen Holzarten empfehlen wir grundsätzlich vollflächige Klebung.
Vinyl und Designboden
- Klick-Vinyl (LVT) auf gespachtelten Untergründen mit halbierter Ebenheitstoleranz. Eine 1-Meter-Senke, die für Parkett akzeptabel wäre, lässt Klick-Vinyl unter Last knacken.
- Vollflächig geklebtes Vinyl, 2 mm oder 2,5 mm dick, auf zementär gespachtelten Untergründen. Standard im Mietobjektbereich.
- Bahnware (CV-Beläge) für Mietwohnungen mit kurzer Standzeit. Geringer Aufwand, geringer Anspruch.
Laminat und sonstiges
Laminat schwimmend mit Trittschalldämmung. Im Mietobjektbereich Standard, im Eigenheimbereich seltener nachgefragt. Wir bevorzugen bei vergleichbarem Budget Klick-Vinyl, weil die Optik realistischer und die Wasserempfindlichkeit geringer ist.
Sieben Schritte vor jedem Boden
Wir prüfen den Untergrund nach einem festen Schema. Wer wissen will, was wir konkret messen und warum, findet im Detail im Blog: Parkett auf Altbau-Estrich: Untergrund-Check in 7 Schritten.
- Belegreife per CM-Messung.
- Ebenheitstoleranz nach DIN 18202.
- Festigkeit per Gitterritzmethode.
- Risse und Bewegungsfugen prüfen.
- Reinigung und Haftgrundauftrag.
- Vollflächige Spachtelung mit zementärer Spachtelmasse.
- Klima vor Verlegung: 50-60 % rel. Feuchte, 18-22 °C.
Boden auf Fußbodenheizung
Auf einer Warmwasser-Fußbodenheizung verlegen wir bevorzugt vollflächig geklebtes Parkett oder geklebtes Vinyl. Der direkte Verbund überträgt die Wärme am besten; schwimmend verlegte Beläge mit Dämmunterlage wirken isolierend und kosten Heizleistung. Entscheidend ist ein niedriger Wärmedurchlasswiderstand des Gesamtaufbaus (Zielwert unter 0,15 m²K/W) und ein protokolliertes Aufheizen des Estrichs vor der Verlegung. Wir verlangen das Aufheizprotokoll des Heizungsbauers und führen zusätzlich eine CM-Messung durch.
Für Holz auf Fußbodenheizung eignen sich ruhige Holzarten wie Eiche besser als stark arbeitende wie Buche oder Ahorn. Bei Klick-Vinyl achten wir auf die ausdrückliche Herstellerfreigabe für Fußbodenheizung und auf die maximale Oberflächentemperatur von 27 °C.
Estrich: Zementestrich oder Calciumsulfat
Der Untergrund entscheidet über Kleber, Grundierung und Feuchte-Grenzwert. Die beiden häufigsten Estriche im Kreis Stuttgart:
- Zementestrich (CT): belegreif ab 2,0 % CM, mit Fußbodenheizung ab 1,8 % CM. Robust gegen Restfeuchte, aber lange Trocknung, Faustregel 1 cm pro Woche bis 4 cm Dicke, darüber deutlich langsamer.
- Calciumsulfat-/Anhydritestrich (CA): belegreif ab 0,5 % CM, mit Fußbodenheizung ab 0,3 % CM. Empfindlich gegen Feuchte, muss angeschliffen und sorgfältig grundiert werden.
Welcher Estrich vorliegt und ob er belegreif ist, klären und dokumentieren wir im Aufmaß, bevor der erste Belag liegt. Tipp: Mit unserem Estrich-Trocknungszeit-Rechner schätzen Sie vorab, wann der Estrich voraussichtlich belegreif ist.
Wo der Boden fehlschlägt
Drei Konstellationen sind in unserer Erfahrung Schadentreiber:
- Klick-Vinyl auf Bestandsestrich ohne Spachtelung. Die Klickverbindung steht über jeder Senke unter Spannung und beginnt in unserer Erfahrung nach drei bis sechs Monaten zu knacken.
- Parkett ohne CM-Messung. Restfeuchte über 2 % CM bei Zementestrich oder über 0,5 % CM bei Anhydrit lässt das Holz arbeiten. Schüsselungen sind die Folge.
- Schwindrisse überspachtelt statt gefüllt. Schwindrisse sollten mit 2K-Reaktionsharz und Wellverbinder geschlossen werden, dann gespachtelt. Wer nur überspachtelt, hat den Riss in der Regel nach einer Heizperiode wieder im Boden.
Vier Punkte, die wir bei jedem Boden umsetzen
- CM-Messung vor jeder Verlegung von Parkett oder geklebten Belägen. Auch bei vermeintlich trockenem Estrich. In der Regel dokumentieren wir den Wert im Aufmaß-Protokoll.
- Bewegungsfugen werden 1:1 in den Bodenbelag übernommen. Auch wenn das designästhetisch unbeliebt ist. Wer Bewegungsfugen überklebt, hat in 6 bis 12 Monaten Risse über die Belagfläche.
- Akklimatisierung von Holzparkett 48 Stunden im Raum. Bei 50 bis 60 Prozent relativer Luftfeuchte und 18 bis 22 Grad Raumtemperatur. Wir messen Klima vor Verlegung mit kalibriertem Thermo-Hygrometer.
- Übergangsprofile bei Material-Wechsel. Holz auf Fliese, Vinyl auf Teppich, Laminat auf Estrich-Sichtfläche bekommen passende Profile, nicht eine offene Stoßkante.
Häufige Defekte, die wir bei Boden-Nachbesserungen sehen
Bei Übernahmen und Schadensgutachten im Bestand treten in unserer Praxis folgende Defekte am häufigsten auf:
- Klickender Vinyl- oder Laminat-Boden, wenn der Untergrund nicht auf DIN 18202 Toleranzen gespachtelt wurde.
- Schüsselungen oder Fugen bei Parkett, wenn die Klimakontrolle vor Verlegung gefehlt hat.
- Lose Sockelleisten, wenn nur mit Heißkleber statt mit Dübel oder Sockelclip befestigt wurde.
- Risse über Schwindfugen im Estrich, wenn diese nur überspachtelt statt mit Reaktionsharz geschlossen wurden.
- Hohllagen bei vollflächig geklebtem Parkett, wenn der Klebstoff in zu dünner Schicht aufgetragen wurde.
- Hochstehende Kanten bei Klick-Vinyl an Wänden, wenn die Dehnungsfuge zur Wand zu klein gewählt wurde, in der Regel unter 10 mm.
Bodenleger Stuttgart: Richtpreise pro m²
Transparente Richtwerte pro Quadratmeter, fertig verlegt inklusive Standard-Untergrundvorbereitung. Den verbindlichen Preis nennen wir nach dem Aufmaß. Die vollständige Übersicht steht auf der Preise-Seite.
| Klick-Vinyl (LVT), inkl. Spachtelung & Trittschall | ab 55 €/m² |
| Vollflächig geklebtes Vinyl, 2-2,5 mm | ab 48 €/m² |
| Laminat schwimmend mit Trittschall | ab 38 €/m² |
| 2-Schicht-Parkett, geklebt & versiegelt | ab 110 €/m² |
| Massiv-/Stabparkett, geklebt, geschliffen, geölt | ab 140 €/m² |
| Untergrund vollflächig spachteln (Zuschlag) | ab 12 €/m² |
Richtpreise netto, Stand 2026. Rückbau, Entsorgung und Sonderuntergründe nach Aufwand.
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Wir verlegen Böden in ganz Stuttgart, Mitte, West, Süd, Nord, Ost, Bad Cannstatt, Feuerbach, Zuffenhausen, Vaihingen, Möhringen und Degerloch, sowie im gesamten Umland. Für Ihren Standort:
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Häufige Fragen.
Was kostet eine Bodenverlegung pro Quadratmeter?+
Wie lange dauert die Verlegung in einer 100-m²-Wohnung?+
Können Sie auch Bestandsboden entfernen?+
Welcher Boden eignet sich für Bäder?+
Welcher Boden eignet sich für Fußbodenheizung?+
Parkett oder Vinyl, was ist besser?+
Wie lange muss der Estrich vor der Verlegung trocknen?+
Kann man Vinyl oder Laminat auf alte Fliesen verlegen?+
Verlegen Sie auch in Mietwohnungen mit Trittschallanforderung?+
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Schreiben Sie uns kurz, was Sie planen. In der Regel melden wir uns innerhalb eines Werktags mit einer ersten Einschätzung und einem Aufmaß-Termin in der Regel innerhalb von fünf Werktagen.