Standort · Stuttgart
Leistung № 02 · DIN 18181 · DIN 4109 · F30/F90

Trocken­bau
Stuttgart.

Richtpreis · GKB-Trennwand ab 65 €/m² · F90 ab 130 €/m²

GK-Konstruktionen, abgehängte Decken, Vorsatzschalen und Brandschutz­schottungen. Akustik im Altbau und Brandschutz nach LBO-Klasse. Wir arbeiten primär als Subunternehmer für Bauleitungen und Generalunternehmer.

GK / GKB / GKBI / GKF · Akustik DIN 4109 · F30/F90 · Vorsatzschalen · Schächte · Wandheizung

Was uns auszeichnet.

01

F30 / F90 nach LBO

Brandschutz mit GKF-Karton (rot, glasfaser-armiert), nicht mit doppelter GKB. Für Brandwände zwischen Gebäudeabschnitten zwingend.

02

Akustik im Bestand

Doppelständerwand R'w ≥ 65 dB oder Vorsatzschale +8-14 dB. Welches System passt, hängt vom Bestand ab.

03

Werkzeug am Standort

Eigene Hubarbeitsbühnen, Profilstanzen und Kapsel­säge. Keine Mietwartezeiten, keine improvisierten Werkzeug­wechsel auf der Baustelle.

Was wir bauen

Trockenbau ist im Innenausbau das Gewerk mit dem größten Hebel. Eine richtig geplante Vorsatzschale verbessert die Akustik um 14 dB. Eine falsch gewählte Brandwand kostet die ganze Genehmigung. Wir arbeiten an folgenden Konstruktionen:

Wand- und Trennwand­systeme

  • Einfach- und Doppelständerwände mit CW-Profil 50 / 75 / 100 mm, ein- bis dreilagig beplankt. Schalldämmung nach DIN 4109, F30 oder F90 je nach Anforderung.
  • Vorsatzschalen auf Bestandsmauerwerk zur akustischen oder thermischen Verbesserung. Im Altbau meist die wirtschaftlichere Wahl gegen Lärm aus Nachbarwohnung.
  • Brandwände nach LBO mit GKF-Beplankung, geprüfter Anschluss­detail und Dokumentation. Wir liefern auf Wunsch das Brand­schutzprotokoll mit.
  • Schächte für Lüftung, Sanitär und Elektro, nach DIN 4102-4 oder europäischer Klassifizierung.

Decken und Sonderkonstruktionen

  • Abgehängte Decken mit Kreuzunterkonstruktion, Höhenausgleich bis 600 mm. Akustik­decken mit Lochplatte oder Vlies hinterlegt für Konferenzräume.
  • Schiefe Decken im Altbau mit Gefälleausgleich oder Pendel­abhängung, je nach Statik des Bestands.
  • Wand­heizung im Trockenbau mit Klima­schalung und Aufheiz­protokoll nach VDI 6037. Im Altbau eine echte Alternative zur Fußbodenheizung. Details in unserem Blog­beitrag Wandheizung im Trockenbau.

Brandschutz: F30 vs F90

Die Landes­bauordnungen verlangen je nach Gebäudeklasse F30, F60 oder F90 für tragende und aussteifende Bauteile. F90 ist für Wohnungs­trennwände in Mehrfamilienhäusern Standard, für Brandwände zwischen Gebäudeabschnitten zwingend. Mit zwei Lagen GKB allein lässt sich F90 nicht erreichen. Wir verarbeiten dafür GKF-Platten (rot, mit Glasfaser-Armierung) in geprüfter Konstruktion.

Akustik im Altbau

Im Bestand schlägt die Vorsatzschale fast immer die Doppelständerwand. Sie frisst weniger Grundfläche und ergänzt das vorhandene Mauerwerk akustisch. Eine 11,5 cm Hochlochziegel-Trennwand kommt mit einer Vorsatzschale auf etwa R'w 53 dB, was für Wohnungs­trennwände nach DIN 4109 die Mindest­anforderung erfüllt. Mehr dazu im Blog: Trockenbau im Altbau: Akustik, Brandschutz, Bestand.

Wie wir vorgehen, Schritt für Schritt

Unser typischer Ablauf hat folgende Stationen, je nach Projekt variieren Reihenfolge und Umfang.

  1. Aufmaß-Termin in 3 bis 5 Werktagen. Wir prüfen Untergrund, Statik, Anschlussdetails und definieren die Anforderungen an Brand-, Schall- und Feuchteschutz pro Bauteil.
  2. Angebot in 3 bis 5 Werktagen nach Aufmaß. Pro Wandtyp aufgeschlüsselt: Aufbau, Beplankungsstärke, Profiltyp, Dämmung. Brandschutz-Zertifikate auf Wunsch als PDF beigelegt.
  3. Materiallogistik: Großhandelskonditionen, Anlieferung am Bau direkt, Container für Verschnitt. Auf Wunsch verarbeiten wir beigestelltes Material.
  4. Rohaufbau: Profile maßgerecht zugeschnitten, Anschlüsse mit Dichtband gegen Schall- und Luftleckage. CW-Profil mit Klemmprofil ans Bauteil, U-Profil oben und unten.
  5. Installationsebene: Elektroleitungen und Sanitäranschlüsse innerhalb der Wand verlegt, vor Beplankung mit Foto dokumentiert.
  6. Beplankung: ein- oder doppellagig je nach Anforderung. GKF (rot) bei Brandschutzklasse, GKB (weiß) im Standard, GKI im Feuchtraum.
  7. Verspachtelung: Bandage in den Stoßfugen, dann mindestens zwei Spachtelgänge. Q2 als Standard, Q3 oder Q4 je nach späterem Anstrich.
  8. Streiflichtprüfung vor der Übergabe an die Maler. Foto und Datum in der Bautagebuch-App.
  9. Übergabe an Folgegewerk: Maler bekommt eine streiflichtgeprüfte Fläche, Boden bekommt ein definiertes Wandende mit U-Anschluss für Sockelleisten.

Vier Punkte, die wir bei jeder Konstruktion umsetzen

  • Anschlussfugen mit Dichtband, nicht nur Acryl. Eine korrekt eingebaute Trennwand verliert ohne Dichtband bis zu 4 dB Schalldämmung. Mit Dichtband und schwimmender Beplankung erreichen wir den im Datenblatt versprochenen Zielwert.
  • Doppelte Beplankung bei F90 statt einfacher GKF. Eine einlagige GKF erreicht F90 nur unter Idealbedingungen. Wir setzen bei F90 doppelt beplankte Wände mit versetzten Stößen ein, weil der reale Brandfall keine Idealbedingungen kennt.
  • Federbügel statt direkter Pendelabhängung bei Akustikdecken. Direkte Abhängung überträgt Trittschall in die Decke. Federbügel oder Schwingungs-Entkoppler reduzieren das messbar.
  • Brand- und Schallschutz-Dokumentation als PDF mit der Schlussrechnung. Sie bekommen eine Übersicht der eingesetzten Systeme mit Zulassungsnummer pro Wandtyp. Für die Bauleitung und für spätere Eigentumsübergaben.

Häufige Defekte, die wir bei Nachbesserungen sehen

Wir werden regelmäßig zu Trockenbau-Nachbesserungen gerufen. Folgende Defekte treten in unserer Praxis am häufigsten auf und lassen sich technisch nachvollziehen:

  • Risse in den Bandage-Stoßfugen nach 6 bis 12 Monaten, wenn die Bandage trocken eingelegt wurde anstatt in die erste Spachtelschicht eingebettet.
  • Sichtbare Schraubenköpfe im Streiflicht, wenn nicht überspachtelt oder zu früh überstrichen wurde.
  • Akustik unterhalb des Zielwerts, wenn das Bauteil starr an Bestandswand angeschlossen ist und keine Entkopplung erfolgt.
  • Pendelabhängungen mit hörbarem Trittschall in Wohnungen über Hourdis-Decken, ohne Federbügel.
  • Brandschutz-Konstruktionen ohne Zulassungs-Nachweis, was im Schadenfall die Versicherung problematisch macht.
  • Schwindrisse an der Decken-Anschlusskante, wenn ohne Gleitanschluss gearbeitet wurde und die Konstruktion arbeitet.

Tipp: Den Materialbedarf einer Ständerwand schätzen Sie vorab mit unserem Trockenbau-Rechner.

Wo wir abraten

An Außenwänden mit unklarem Feuchte­gehalt arbeiten wir erst nach CM-Messung der Wand. Über Holzbalken­decken ohne Knack-Sanierung verzichten wir auf Trockenbau, weil die Decke weiterarbeitet und der GKB in der Regel nach 1 bis 2 Jahren reißt. Bei Schornstein­wangen ohne Brand­schutz­gutachten reicht F30 oft nicht. In allen drei Fällen ist die Bestands­untersuchung in unserer Praxis Voraussetzung, bevor wir Trockenbau anbieten.

Häufige Fragen.

Was kostet Trockenbau pro Quadratmeter?+
Eine einfache GKB-Trennwand mit CW 75 und einlagiger Beplankung liegt bei ab 65 €/m². Eine F90-Brandwand mit GKF und Doppelbeplankung beidseitig kommt auf ab 130 €/m². Vorsatzschalen liegen je nach Aufbau bei ab 55 €/m².
Wie lange dauert ein Wohnungs­trennwand­einbau?+
Eine 12-Meter-Trennwand mit zwei Türöffnungen, F30, beidseitig zweilagig beplankt, fertig spachtelbar in 4-6 Werktagen. Ohne Türöffnungen entsprechend kürzer.
Schaffen Sie F90 ohne sichtbare Wandstärke?+
F90 lässt sich mit CW 50 und je 2 × GKF beidseitig erreichen. Wandstärke gesamt etwa 100 mm. Wer nur 75 mm Wandstärke akzeptiert, muss auf F30 reduzieren.
Können Sie auch Bestand abreißen?+
Ja, Rückbau gehört bei uns zum Angebot. Bei Wohnungstrennwänden klären wir vorab den Schallschutz im Bestand und die Statik der angrenzenden Bauteile. Asbest- oder PCB-belastetes Material entsorgen wir über zertifizierte Partner.

Trockenbau
für Ihre Sanierung.

Schreiben Sie uns kurz, was Sie planen. In der Regel melden wir uns innerhalb eines Werktags mit einer ersten Einschätzung und einem Aufmaß-Termin in der Regel innerhalb von fünf Werktagen.

Anfrage starten