Trockenbau
Stuttgart.
GK-Konstruktionen, abgehängte Decken, Vorsatzschalen und Brandschutzschottungen. Akustik im Altbau und Brandschutz nach LBO-Klasse. Wir arbeiten primär als Subunternehmer für Bauleitungen und Generalunternehmer.
Was uns auszeichnet.
F30 / F90 nach LBO
Brandschutz mit GKF-Karton (rot, glasfaser-armiert), nicht mit doppelter GKB. Für Brandwände zwischen Gebäudeabschnitten zwingend.
Akustik im Bestand
Doppelständerwand R'w ≥ 65 dB oder Vorsatzschale +8-14 dB. Welches System passt, hängt vom Bestand ab.
Werkzeug am Standort
Eigene Hubarbeitsbühnen, Profilstanzen und Kapselsäge. Keine Mietwartezeiten, keine improvisierten Werkzeugwechsel auf der Baustelle.
Was wir bauen
Trockenbau ist im Innenausbau das Gewerk mit dem größten Hebel. Eine richtig geplante Vorsatzschale verbessert die Akustik um 14 dB. Eine falsch gewählte Brandwand kostet die ganze Genehmigung. Wir arbeiten an folgenden Konstruktionen:
Wand- und Trennwandsysteme
- Einfach- und Doppelständerwände mit CW-Profil 50 / 75 / 100 mm, ein- bis dreilagig beplankt. Schalldämmung nach DIN 4109, F30 oder F90 je nach Anforderung.
- Vorsatzschalen auf Bestandsmauerwerk zur akustischen oder thermischen Verbesserung. Im Altbau meist die wirtschaftlichere Wahl gegen Lärm aus Nachbarwohnung.
- Brandwände nach LBO mit GKF-Beplankung, geprüfter Anschlussdetail und Dokumentation. Wir liefern auf Wunsch das Brandschutzprotokoll mit.
- Schächte für Lüftung, Sanitär und Elektro, nach DIN 4102-4 oder europäischer Klassifizierung.
Decken und Sonderkonstruktionen
- Abgehängte Decken mit Kreuzunterkonstruktion, Höhenausgleich bis 600 mm. Akustikdecken mit Lochplatte oder Vlies hinterlegt für Konferenzräume.
- Schiefe Decken im Altbau mit Gefälleausgleich oder Pendelabhängung, je nach Statik des Bestands.
- Wandheizung im Trockenbau mit Klimaschalung und Aufheizprotokoll nach VDI 6037. Im Altbau eine echte Alternative zur Fußbodenheizung. Details in unserem Blogbeitrag Wandheizung im Trockenbau.
Brandschutz: F30 vs F90
Die Landesbauordnungen verlangen je nach Gebäudeklasse F30, F60 oder F90 für tragende und aussteifende Bauteile. F90 ist für Wohnungstrennwände in Mehrfamilienhäusern Standard, für Brandwände zwischen Gebäudeabschnitten zwingend. Mit zwei Lagen GKB allein lässt sich F90 nicht erreichen. Wir verarbeiten dafür GKF-Platten (rot, mit Glasfaser-Armierung) in geprüfter Konstruktion.
Akustik im Altbau
Im Bestand schlägt die Vorsatzschale fast immer die Doppelständerwand. Sie frisst weniger Grundfläche und ergänzt das vorhandene Mauerwerk akustisch. Eine 11,5 cm Hochlochziegel-Trennwand kommt mit einer Vorsatzschale auf etwa R'w 53 dB, was für Wohnungstrennwände nach DIN 4109 die Mindestanforderung erfüllt. Mehr dazu im Blog: Trockenbau im Altbau: Akustik, Brandschutz, Bestand.
Wie wir vorgehen, Schritt für Schritt
Unser typischer Ablauf hat folgende Stationen, je nach Projekt variieren Reihenfolge und Umfang.
- Aufmaß-Termin in 3 bis 5 Werktagen. Wir prüfen Untergrund, Statik, Anschlussdetails und definieren die Anforderungen an Brand-, Schall- und Feuchteschutz pro Bauteil.
- Angebot in 3 bis 5 Werktagen nach Aufmaß. Pro Wandtyp aufgeschlüsselt: Aufbau, Beplankungsstärke, Profiltyp, Dämmung. Brandschutz-Zertifikate auf Wunsch als PDF beigelegt.
- Materiallogistik: Großhandelskonditionen, Anlieferung am Bau direkt, Container für Verschnitt. Auf Wunsch verarbeiten wir beigestelltes Material.
- Rohaufbau: Profile maßgerecht zugeschnitten, Anschlüsse mit Dichtband gegen Schall- und Luftleckage. CW-Profil mit Klemmprofil ans Bauteil, U-Profil oben und unten.
- Installationsebene: Elektroleitungen und Sanitäranschlüsse innerhalb der Wand verlegt, vor Beplankung mit Foto dokumentiert.
- Beplankung: ein- oder doppellagig je nach Anforderung. GKF (rot) bei Brandschutzklasse, GKB (weiß) im Standard, GKI im Feuchtraum.
- Verspachtelung: Bandage in den Stoßfugen, dann mindestens zwei Spachtelgänge. Q2 als Standard, Q3 oder Q4 je nach späterem Anstrich.
- Streiflichtprüfung vor der Übergabe an die Maler. Foto und Datum in der Bautagebuch-App.
- Übergabe an Folgegewerk: Maler bekommt eine streiflichtgeprüfte Fläche, Boden bekommt ein definiertes Wandende mit U-Anschluss für Sockelleisten.
Vier Punkte, die wir bei jeder Konstruktion umsetzen
- Anschlussfugen mit Dichtband, nicht nur Acryl. Eine korrekt eingebaute Trennwand verliert ohne Dichtband bis zu 4 dB Schalldämmung. Mit Dichtband und schwimmender Beplankung erreichen wir den im Datenblatt versprochenen Zielwert.
- Doppelte Beplankung bei F90 statt einfacher GKF. Eine einlagige GKF erreicht F90 nur unter Idealbedingungen. Wir setzen bei F90 doppelt beplankte Wände mit versetzten Stößen ein, weil der reale Brandfall keine Idealbedingungen kennt.
- Federbügel statt direkter Pendelabhängung bei Akustikdecken. Direkte Abhängung überträgt Trittschall in die Decke. Federbügel oder Schwingungs-Entkoppler reduzieren das messbar.
- Brand- und Schallschutz-Dokumentation als PDF mit der Schlussrechnung. Sie bekommen eine Übersicht der eingesetzten Systeme mit Zulassungsnummer pro Wandtyp. Für die Bauleitung und für spätere Eigentumsübergaben.
Häufige Defekte, die wir bei Nachbesserungen sehen
Wir werden regelmäßig zu Trockenbau-Nachbesserungen gerufen. Folgende Defekte treten in unserer Praxis am häufigsten auf und lassen sich technisch nachvollziehen:
- Risse in den Bandage-Stoßfugen nach 6 bis 12 Monaten, wenn die Bandage trocken eingelegt wurde anstatt in die erste Spachtelschicht eingebettet.
- Sichtbare Schraubenköpfe im Streiflicht, wenn nicht überspachtelt oder zu früh überstrichen wurde.
- Akustik unterhalb des Zielwerts, wenn das Bauteil starr an Bestandswand angeschlossen ist und keine Entkopplung erfolgt.
- Pendelabhängungen mit hörbarem Trittschall in Wohnungen über Hourdis-Decken, ohne Federbügel.
- Brandschutz-Konstruktionen ohne Zulassungs-Nachweis, was im Schadenfall die Versicherung problematisch macht.
- Schwindrisse an der Decken-Anschlusskante, wenn ohne Gleitanschluss gearbeitet wurde und die Konstruktion arbeitet.
Tipp: Den Materialbedarf einer Ständerwand schätzen Sie vorab mit unserem Trockenbau-Rechner.
Wo wir abraten
An Außenwänden mit unklarem Feuchtegehalt arbeiten wir erst nach CM-Messung der Wand. Über Holzbalkendecken ohne Knack-Sanierung verzichten wir auf Trockenbau, weil die Decke weiterarbeitet und der GKB in der Regel nach 1 bis 2 Jahren reißt. Bei Schornsteinwangen ohne Brandschutzgutachten reicht F30 oft nicht. In allen drei Fällen ist die Bestandsuntersuchung in unserer Praxis Voraussetzung, bevor wir Trockenbau anbieten.
Häufige Fragen.
Was kostet Trockenbau pro Quadratmeter?+
Wie lange dauert ein Wohnungstrennwandeinbau?+
Schaffen Sie F90 ohne sichtbare Wandstärke?+
Können Sie auch Bestand abreißen?+
Trockenbau
für Ihre Sanierung.
Schreiben Sie uns kurz, was Sie planen. In der Regel melden wir uns innerhalb eines Werktags mit einer ersten Einschätzung und einem Aufmaß-Termin in der Regel innerhalb von fünf Werktagen.